Übergewicht und Adipositas sind anerkannte chronische Erkrankungen — Übergewicht beginnt ab einem Body-Mass-Index (BMI) über 25, Adipositas ab BMI 30. Besonders ungünstig ist die viszerale Adipositas: Bauchumfang über 88 cm bei Frauen, über 102 cm bei Männern. Sie erhöht das Risiko für Diabetes Typ 2, Bluthochdruck, Fettleber, Herzinfarkt und Schlaganfall deutlich.
In meiner Wahlarztordination in 1010 Wien biete ich endokrinologische Adipositas-Therapie: Hormon-Abklärung, frühe Erkennung von Folgeerkrankungen, individuelle Lebensstil-Beratung und — wenn medizinisch sinnvoll — moderne medikamentöse Therapie mit GLP-1-Analoga (Semaglutid, Liraglutid). Mit jahrelanger Erfahrung in der Anwendung dieser Medikamente, ursprünglich aus der Diabetes-Therapie.
Durch Übergewicht und ungünstige Fettverteilung entstehen Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes, Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, das metabolische Syndrom und die Fettleber.
Durch Überbelastung der Gelenke treten zusätzlich schmerzhafte Abnützungserscheinungen auf.
Bei der Entstehung spielen mehrere Faktoren zusammen:
Eine Ernährungsumstellung und ausreichend Bewegung bilden die therapeutische Grundlage — um den BMI zu reduzieren und den Muskelanteil zu erhöhen.
Unterstützend und ergänzend zu Sport und Ernährungsumstellung kläre ich für Sie in Frage kommende medikamentöse Therapieoptionen ab.
Die Substanzgruppe der GLP-1-Rezeptoranaloga (Liraglutid, Semaglutid) ahmt körpereigene Darmhormone nach und wird in der konservativen Adipositastherapie immer breiter eingesetzt:
Weitere Optionen, die ich erläutern kann:
Antworten auf die Fragen, die mir Patient:innen am häufigsten zur Gewichtstherapie und zu GLP-1-Medikamenten stellen.
Die Definition läuft über den Body-Mass-Index (BMI) — Gewicht in kg geteilt durch Körpergröße in m im Quadrat:
• BMI 25–29,9 → Übergewicht
• BMI 30–34,9 → Adipositas Grad I
• BMI 35–39,9 → Adipositas Grad II
• BMI ≥ 40 → Adipositas Grad III
Wichtig: BMI alleine ist nicht alles. Genauso entscheidend sind Bauchumfang (Frauen über 88 cm, Männer über 102 cm) und das Verteilungsmuster des Fettgewebes.
GLP-1-Analoga ahmen ein körpereigenes Darmhormon nach, das nach jeder Mahlzeit ausgeschüttet wird. Sie wirken auf drei Ebenen:
• Sie verlangsamen die Magenentleerung — Sie sind länger satt
• Sie wirken im Gehirn auf das Sättigungs- und Belohnungssystem — der Heißhunger lässt nach
• Sie verbessern die Insulinausschüttung — gut für Blutzucker
Ergebnis: Gewichtsreduktion von 10–20 %, je nach Substanz und Dosis. Wichtig: die Therapie sollte langfristig angelegt sein und mit Lebensstil-Änderung kombiniert werden, sonst kommt das Gewicht nach Absetzen oft zurück.
Häufig vor allem zu Beginn: Übelkeit, Völlegefühl, Verstopfung oder Durchfall. Diese lassen sich durch langsame Dosissteigerung meist gut kontrollieren. Selten: Pankreatitis (deshalb keine Anwendung bei Vorgeschichte), Schilddrüsenknoten (deshalb Voruntersuchung).
Bei korrekter Patientenauswahl und Begleitung sind GLP-1-Therapien gut verträglich — entscheidend ist die individuelle Indikationsstellung und engmaschige Begleitung in den ersten Monaten.
In Österreich werden GLP-1-Analoga für die Diabetes-Therapie chefärztlich bewilligt und übernommen. Für die reine Adipositas-Therapie (z. B. Wegovy, Saxenda) gibt es derzeit nur in Einzelfällen Übernahmen — meist sind diese Selbstzahler-Medikamente. Die Kosten liegen bei mehreren hundert Euro pro Monat.
In meiner Ordination prüfen wir, welche Therapieoption zu Ihrer Situation passt — auch unter Kostenaspekten. Bei begleitendem Diabetes oder sehr hohem Risiko sind Erstattungen oft möglich.
Ja — das nennt sich „TOFI" (thin outside, fat inside) oder normalgewichtige Adipositas. Das viszerale Bauchfett ist hormonell aktiv und erhöht das Risiko für Diabetes, Fettleber und Herz-Kreislauf-Erkrankungen — selbst bei normalem BMI. Eine internistische Abklärung mit Bauchumfang-Messung, Bioimpedanz, Leberwerten und Risiko-Profil zeigt, ob Handlungsbedarf besteht.
Erreichbar während der Ordinationszeiten — andernfalls hinterlassen Sie bitte eine Nachricht.
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