Eine Fettstoffwechselstörung — medizinisch Dyslipidämie — ist durch abnorme Blutwerte von Cholesterin, Triglyzeriden oder Lipoprotein(a) gekennzeichnet. Sie verläuft jahrelang ohne Symptome, erhöht aber das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Durchblutungsstörungen erheblich — und ist über eine einfache Blutabnahme zuverlässig erkennbar.
In meiner Wahlarztordination in 1010 Wien biete ich die komplette Lipid-Diagnostik (inkl. Lp(a) und apoB), eine Risikostratifikation nach europäischen Leitlinien und das gesamte moderne Therapiespektrum: Statine, Ezetimib, Bempedoinsäure und PCSK9-Inhibitoren — mit direkter Anbindung an ein PCSK9-Erstversorgungszentrum.
Eine der Hauptursachen ist eine unausgewogene Ernährung — reich an Zucker sowie tierischen und gesättigten Fetten. Die genetische Veranlagung spielt jedoch auch eine wichtige Rolle, etwa bei der familiären Hypercholesterinämie.
Bei Dyslipidämie entwickelt sich über die Zeit — abhängig von weiteren individuellen Faktoren — eine Atherosklerose: Fett- und Kalkablagerungen in den Arterien, die das Risiko erhöhen für:
Bei erhöhten Triglyzeriden steigt zusätzlich das Risiko für eine Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis).
Durch eine adäquate und frühzeitige Diagnose und Behandlung können Folgeerkrankungen minimiert werden. Neben einer Lebensstiländerung mit mehr Bewegung und Ernährungsumstellung bestehen wirksame medikamentöse Optionen:
PCSK9-Inhibitoren wirken über die Leber: Sie verhindern, dass die LDL-Rezeptoren von der Leberoberfläche entfernt werden — das Blut wird länger und besser von LDL gereinigt. Hierdurch sinkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Meine Ordination verfügt über eine Anbindung an ein PCSK9-Hemmer-Erstversorgungszentrum — wenn diese Therapie für Sie in Frage kommt, läuft die Einleitung schnell und unkompliziert.
Antworten auf die Fragen, die mir Patient:innen am häufigsten zur Dyslipidämie und Cholesterinsenkung stellen.
„Normal" gibt es nicht — Zielwerte sind individuell vom Risiko abhängig. Das relevante LDL-Cholesterin sollte sein:
• unter 116 mg/dl bei niedrigem Risiko
• unter 100 mg/dl bei moderatem Risiko
• unter 70 mg/dl bei hohem Risiko (z. B. Diabetes)
• unter 55 mg/dl nach Herzinfarkt oder Schlaganfall
Wir berechnen Ihr individuelles 10-Jahres-Risiko (SCORE2) und definieren daraus den Zielwert für Sie.
Statine sind die am besten untersuchten Lipid-Senker mit klar belegtem Nutzen: sie reduzieren Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko um ein Drittel bis zur Hälfte. Die häufigste Nebenwirkung sind Muskelbeschwerden — bei einem Teil der Patient:innen real, bei vielen aber durch den sogenannten Nocebo-Effekt mitverursacht.
Wenn Statine nicht vertragen werden, gibt es Alternativen: Ezetimib, Bempedoinsäure (ohne muskuläre Nebenwirkungen) oder PCSK9-Inhibitoren als Spritze. Wir finden gemeinsam, was für Sie passt.
Lp(a) ist ein erblich festgelegter Risikofaktor — er kann ein Leben lang erhöht sein, ohne durch Lebensstil oder klassische Statine wesentlich beeinflusst zu werden. Erhöhtes Lp(a) verdoppelt bis verdreifacht das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall — auch bei normalem LDL.
Die Empfehlung: einmal im Leben messen lassen. Wenn der Wert hoch ist, müssen die anderen Risikofaktoren umso strenger kontrolliert werden. Erste spezifische Lp(a)-Senker sind in klinischer Erprobung.
Eine genetisch bedingte Form mit lebenslang sehr hohem LDL-Cholesterin — schon ab dem Kindesalter. Etwa 1 von 250 Menschen trägt sie. Unbehandelt führt sie zu Herzinfarkten oft schon vor dem 50. Lebensjahr. Hinweise: LDL über 190 mg/dl, frühe Herzinfarkte in der Familie, Cholesterinablagerungen an Sehnen.
Bei Verdacht erfolgt eine genetische Testung und Familien-Screening. Therapie: meist hochdosierte Kombinationstherapie aus Statin + Ezetimib + ggf. PCSK9-Inhibitor.
Hochwirksame Cholesterin-Senker, die als Spritze unter die Haut gegeben werden — ein- bis zweimal pro Monat. Sie blockieren ein Eiweiß (PCSK9), das die LDL-Rezeptoren auf der Leber „abräumt". Das Blut kann dann mehr LDL aufnehmen und entfernen — Senkung um 50–60 % zusätzlich zu Statinen.
Für gesetzliche Erstattung in Österreich gelten enge Kriterien (Zustand nach Herzinfarkt, sehr hohes Risiko, familiäre Hypercholesterinämie). Meine Ordination ist an ein PCSK9-Erstversorgungszentrum angebunden — wenn die Therapie für Sie in Frage kommt, läuft die Einleitung schnell.
Erreichbar während der Ordinationszeiten — andernfalls hinterlassen Sie bitte eine Nachricht.
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